Gratis Mentalität

Heise hat gerade eine Newsmeldung veröffentlicht unter dem Titel Mit Sky, Netflix und Co. weg von der Gratismentalität, in dem aus den vorliegenden Daten völlig verkerte schlüsse gezogen werden. Eigentlich ist offensichtlich was passiert, aber man muss trotzdem alles negativ verkaufen.

(zitat) “Die Zahlungsbereitschaft bei den Zuschauern wird sogar noch größer werden, weil jetzt die Angebote da sind”, vermutete Medienforscher Klaus Goldhammer. (zitat ende)

Die Zahlungsbereitschaft war immer da. Die Angebote nicht. Ich hatte sogar schon mal darüber geschrieben…. Wenn uns jemand ende der 90er Jahre gesagt hätte “Du kannst Musik haben so viel du willst, für 10€ im Monat”, wir hätten alle gesagt “Ja bitte”. Nicht nur das, wir hätten nicht napster heruntergeladen um Musik kostenlos zu haben. Kazaa hätte es gar nicht gegeben, genause wie limewire und alle anderen.

Die Bereitschaft der Produzenten die Musik für den Preis anzubieten wir einfach nicht da. Die Bereitschaft ist teilweise immer noch nicht da. Wenn Taylor Swift ihre Musik nicht bei Spotify anbieten will (obwohl sie jedes Jahr millionen bekommt), dann liegt das nicht an der Gratismentalität.

Ja, die Mentalität ändert sich, langsam. Aber nicht bei den Konsumenten. Wir konnten uns CDs kaufen, aber nicht sehr lange. Die längste Zeit waren “CDs” auf dem Markt die sich eigentlich so nicht nennen durften, weil der Kopierschutz nicht standardkonform war. Also konnte man die “CDs” auch nicht überall abspielen.

Das muss man sich in der heutigen Zeit mal vorstellen. Man kauft sich eine CD, nicht nur weil man die Musik mag, nicht nur weil man von der Werbung eingeschüchtert wird das Raubkopierer in den Knast kommen, sondern weil man die Musiker unterstützen will. Und dann kann man die Musik nicht hören wegen dem Kopierschutz. Wenn man ne mp3 herunterläd kann man die fast überall hören. Aber wenn man bezahlt bekommt man etwas was, vom komfort her, deutlich schlechter ist.

Man stellt sich vor man will ein Regal bauen. Am Straßenrand findet man das perfekte Regalbrett. Aber man geht lieber 5km weiter in den Baumarkt und lässt sich eins zuschneiden. Und dann bezahlt man im Baumarkt für ein Regalbrett das völlig Krumm ist und für das Regal nur die hälfte nutzbar ist.

Die Mentalität war schon immer die gleiche. Wir hätten gerne auch damals für das gezahlt was wir jetzt angeboten bekommen. Auch den gleichen Preis den wir jetzt bezahlen. Es hat nur keiner angeboten.

Und jetzt….

Wir sehen noch immer eine Werbung dafür wie schlimm raubkopieren ist. Fast alle Filme die wir kaufen haben so etwas. Fast alle Filme die wir kaufen haben Intros oder Vorschauen die man nicht überspringen kann…. Raubkopierte Filme nicht.

Aber hier ist wenigstens Netflix zur Stelle. Raubkopieren ist mitlerweile (wenig….. sehr wenig) schwieriger als für Filme zu bezahlen. Allerdings sollten sich die Produzenten auch hier mal gedanken machen ob man nicht alles für alle lizensiert, also nicht einiges bei netflix sehen kann, anderes nur bei Amazon, anderes nur bei Watchever…. Weil es wird sich keiner finden der Abos für alle bezahlt. Es werden sich aber sehr viele Leute finden die ein Netflix Abo haben und sehr sauer sind, dass sie nicht alles sehen können was sie wollen.

Also !

Hört auf über die Gratismentalität zu meckern. So wie Ihr das dastellt ist es nie gewesen. Es war nur einfacher etwas gratis zu bekommen als dafür zu bezahlen. Und das sollte euch zu denken geben.

Zero day exploits in Windows

And why Microsoft isn’t happy with Google.

So far this year Google has released information for 3 (fairly) major security holes in windows that could be exploited for a variety reasons. Obviously mostly trojans wanting banking information and the likes.

Microsoft isn’t happy because they were working on a patch for the last 2, with one of the patches being released only 2 days after Google released the exploit, the other one (released today) had a patch pushed from January to the February patch day because they weren’t happy with the patch.

So one would think that Microsoft is right and Google is wrong.

I happen to disagree.

One of the reasons that Google (and other people who publish exploits) have such a tight schedule is that security holes, even after the people responsible were notified, had a tendency of staying unpatched for a very long time. Microsoft’s internet explorer in particular had a reputation for being vulnerable to exploits that Microsoft had known about for over a year. These days Microsoft is doing a much better job. But Microsoft isn’t doing a much better job because they feel the need to make their products more secure (although much has changed and they actually do), but because they now know that the exploits will be released after 90 days.

Many companies have proven that it’s possible to fix vulnerabilities within 90 days. Even Microsoft isn’t doing so bad usually. One has to consider, though, that Windows contains millions of lines of code. So some hidden bugs could be fairly hard to track down. They also do have some of the best programmers working on it, though, so this really shouldn’t be an issue.

If Google is being consistent and doesn’t, for example, give RIM extra time to work on a patch, I think this is a good thing. I think 90 days is enough time. I think Microsoft is capable of providing patches for their products in time, with no problems. I just don’t think that they’re making this a priority. Or they need to streamline their project management and have the right people working on stuff in time.

I really don’t think Microsoft needs 60 days to work on a patch, so I think that they just started late. Start early, have the right people working on it and none of this will be a problem.